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Rototom Sunsplash 01-09.07.2005

Wohin geht’s dieses Jahr? Nach Köln zum Summerjam? Zum Chiemsee Reggae-Sommer? Oder vielleicht endlich mal nach Italien zum Rototom Sunsplash? Noch kurz im Internet das Line-Up gecheckt und schon war die Endscheidung getroffen.
Nach Osoppo also, sehr schön am italienischen Alpenrand gelegen, keine halbe Stunde von Udine entfernt.
Man fuhr also dieses Jahr ins europäische Ausland um sich in freundlicher Atmosphäre den ein oder anderen oder auch alle Top Reggae-Acts zu Gemüte zu führen. Versprachen doch die Veranstalter im Vorfeld Artist wie Anthony B., Horace Andy, Frankie Paul, U-Roy, Gregory Isaacs und Richie Spice nach Italien zu holen um altes und neues Liedgut zum Besten zu geben. Die Erfahrung lehrt einem aber, dass gerade bei Reggaefestivals der ein oder andere Künstler lieber zu Hause im schönen Jamaika bleibt, anstatt sich die Strapazen einer Europa Tour zu geben. Die Hoffnung stirbt ja aber bekanntlich zu letzt und selbst wenn nur die Hälfte der angekündigten Singer und DJs am Start wäre, würden sich die 140 Euro führ 9 Tage Camping und Eintritt auch noch lohnen. Hey, ist ja schließlich Italien und immer noch billiger also ne Woche Toskana.
Das im Rivellinopark gelegene Festival bot den aus ganz Europa angereisten Reggae-Fans außer einem ausreichend großem Campingplatz auch ein breites Angebot an Fressbuden und Marktständen mit allen möglichen Rasta-Devotionalien, Schallplatten und Raucherbedarf. Einige besonders geschäftstüchtige Besucher eröffneten mit Lidl-Bier und Gegrilltem ihre eigenen Ladenzeilen auf der Zeltplatzhauptstrasse. Da der Konsum von „harten“ Drogen schwerstens untersagt, der Gebrauch von „weichen“ Drogen aber nicht nur geduldet sondern sogar erwünscht war, florierte der Verkauf von Mary Jane und brachte den zahlreichen Hustlern einiges an Barem in die Tasche. Die Folge war aber, dass viele am Abend ,geschwächt durch die Hitze und eben Mary Jane, nicht ganz so enthusiastisch auf die Auftritte von Anthony B., Jimmy Cliff oder Jah Mason reagierten wie unsereiner. Aber friedlich war es.
Die Main Stage wurde jeden Abend ab ca. 19.30Uhr in Betrieb genommen. Das Programm setzt sich jeweils aus Gewinner nationaler Wettbewerbe und hochkarätigen internationalen Acts zusammen. Den Anfang machten Morgan Heritage und die Skatalites wobei gerade erstere mit ihrem Auftritt überzeugten. Im Vergleich zu ihren früheren Konzerten, die mehr an einen Gottesdienst als an ein Reggaekonzert erinnerten blieben sie dieses mal zum Glück auf dem Teppich.
Am Samstag war es vor allem Sud Sound System aus Italien die dem Publikum einheizten. Hier noch eher unbekannt sind sie in ihrem Heimatland ne ganz große Nummer. Yellowman, Natty King und Israel Vibration durften am Sonntag ran und nun war klar, dass gerade die Roots-Artist die besseren Karten bei der Crowd hatten. Israel Vibration, leider nur noch zu zweit, waren das High Light eines sonst eher mäßigem Abend. Yellowman kann leider mit seiner Stimme nicht mehr an seine alte Klasse rankommen. Montag war Top-Act Day. Anthony B., Chuck Fenda und Fantan Mojah standen in den Startlöchern. Chuck Fenda und Fantan Mojah leisteten die Vorabeit für Anthony B. der einen beeindruckenden Auftritt vor einer durchdrehenden Massiv hinlegte. „Police“ war die einzigste Zugabe, dauerte aber ca. 15 Minuten. „Dancehall Legends“ war das Motto zum Dienstag. Nachdem Tanya Stephens, die sichtlich Schwierigkeiten hatte die Menge zum tanzen zu bringen, die Bühne verlassen hatte, waren die „We the People“-Band mit Bassist und Sänger Lloyd Parks an der Reihe. Die Backing Band für Frankie Paul, U-Roy und Gregory Isaacs war die Beste des ganzen Festivals. Auch die drei Herren bewiesen eindrucksvoll was es heißt nach so langer Zeit im Geschäft immer noch Häuser zu rocken. Am Schluß wurde sogar noch ein Song gemeinsam gesungen was die Zuschauer vollends zum ausflippen brachte. Das Lable 5th Element schickte 3 seiner Zöglinge am Dienstag nach Italien. Richie Spice, Anthony Cruz und Turbulence, der leider absagte. An seine Stelle trat mit Jah Mason aber eine mehr als gebührende Vertretung. Richie Spice der als letztes auf die Bühne kam machte Anfangs noch einen recht schüchternen Eindruck gerade nach den energiegeladenen Performances seiner beiden Kollegen. Er riss die Massive aber mit seinen zahlreichen Hits von den nichtvorhandenen Stühlen. Der Donnerstag wurde von der Nachricht überschattet, Horace Andy hätte abgesagt da er sich in den Fuß geschossen hätte (!?). Groundation sprang kurzfristig ein. Headliner war Barrington Levy der aber leider Pech mit dem Wetter hatte und im ströhmenden Regen spielen musste. Am Freitag Kamen Black Uhuru mit Michael Rose und Ducky Simpson ,fast vollständig, auf die Main Stage. Vorher legte Ken Boothe in einem sehr hübschen Anzug eine unglaubliche Show hin. „Artie Bella“ in einer Ragga-Version hatte man vorher noch nicht gehört. Jimmy Cliff beendete den Konzertmarathon mit einem Big-Hit Feuerwerk das seines gleichen suchte. Auch die Bühnenshow und die Tanzstile von ihm und seinen Bandkollegen waren beeindruckend.
Natürlich gab es auch im Dancehall Zelt jeden Abend internationale Top-Sounds die zum Tanzbeinschwingen einluden. Freddie Krueger, Bass Odyssey, David Rodigan um ein paar zu nennen. Abgestimmt auf das Publikum wurden sehr viele Concious-Tunes und weniger Dancehall gespielt. Bis in die frühen Morgenstunden konnte man seine Lighter und Haarspraydosen zum Einsatz bringen
10.7.06 15:11
 


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