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Sido Konzert

Ja, ich lebe noch und es ist mir bis zu diesem Zeitpunkt auch gelungen, nicht aufgrund einer Winterdepression oder dem unangenehmen Zustand von kalten Füßen, aus dem Fenster zu springen oder mich mit einem meiner Schuhbänder an der Türklinke aufzuhängen. Weshalb, werdet ihr euch jetzt vielleicht fragen, macht der da so nen Wind drumm? Tja, das ist so: Da wir (ich, besonders aber der Vordenker Markus Pill) beschlossen haben uns von dem Politzirkus zu distanzieren und lieber wieder Selbsterfahrungen auf dem Gebiet des Rock’N’Roll zu machen, trat bei mir eine gewisse Lehre an die Stelle, die vorher mein politisches Gewissen darstellte. Ich bleibe Diskussionen mit politischen Inhalten gänzlich fern. Wenn mich jemand fragt: “Was denkst du denn darüber.“ sag ich meistens: „ich muss weg“ oder „guck ma, dahinten!“ und renn dann ganz schnell davon. So läuft das bisher ganz gut.
Außerdem habe ich ja mit meinem „Studium“ auch noch was anderes zu tun als mir Lösungen für euer Deutschland aus dem Arsch zu ziehen. Die Zeiten sind vorbei.
Meine neue Freizeit nutze ich jetzt für ganz andere, wirklich wichtige Dinge. Wie zum Beispiel zum SIDO-Konzert zu gehen. Leider kann ich euch nicht mit spektakulären Storys beeindrucken die ich im Exotenstall HIP HOP-Backstage gemacht habe. Es hatte eher etwas von Jugendzentrum unter sozialpädagogischer Aufsicht (eines meiner zukünftigen Arbeitsfelder?). Die, für meine begriffe, viel zu alten Zuschauer (so ab 16 aufwärts) waren alle brav und lieb und nett, haben auch immer artig „Sie“ zu mir gesagt und sich alles in allem total spießig verhalten. Reinfall! Oder hatte ich vielleicht die von MTVIVA propagierte „Streetcredebility“ falsch verstanden? Wirklich lustig war aber als Sido und sein Kumpel Harry die Menge fragte: „wollt ihr jetzt die Nummer 1 oder die Nummer 2 hören?“, die dann natürlich, ihrer Sache sicher, laut schrie : „die Nummer 1!“, um sogleich von ihren Lieblingsrappern „Durch den Monsun“ auf die Ohren bekam. Einer schmiss einen Becher, wollte aber auch nach mehrmaligem Nachfragen seine Identität nicht preisgeben. Dieser Abend hatte aber auch für mich noch ein Nachspiel: als ich nämlich am darauffolgendem Freitag in meinem Seminar „Weiblichkeiten und Männlichkeiten als Konstrukt“ auf den Bericht einer Mitte 40jährigen Kommilitonin, die eine SIDO-CD bei ihrem 26(!)jährigem Sohn hörte, einwarf, dass ich beim Konzert war, schlich sich eine gewisse Antipathie mir gegenüber von Seiten der, mit 80% deutlich in der Überzahl, vertretenen Frauen ein.
Spaßig war auch letzten Freitag meine Exkursion zu den Revolverhelden die vollkommen zufällig zustande kam. Nachdem nämlich das Santeria Konzert zu ende war kostete der Eintritt zu den „Revolers“ keinen müden Heller mehr. Ich also, von der Neugier getrieben, rein in das Kabuff und den letzten Klängen der (höchstwahrscheinlich?) aus Hamburg stammenden Band. Stark an Liquido erinnernd (die ich bis jetzt ja leider nie live sah) sah ich mir durchaus vergnügt die Jungs aber hauptsächlich Mädels im Publikum an und ich kann nur sagen: Das nächste mal gehen wir da alle hin. Echt, im Ernst. Totales Hitpotential.
4.7.06 17:16
 


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