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Nasum Konzert 2004

November, 2004, es läutet das Telefon. Mein Kumpel Björn ist dran und schreit in den Hörer: “Nasum, Nasum“. Ich krieg fast einen Gehörsturz, kann mir aber dennoch vorstellen worauf er mit seinem Gebrülle hinauswill. Ja, es ist tatsächlich wahr. Die schwedischen Zerstörer kommen wirklich nach München. Es kursierten schon einige Zeit vorher Gerüchte von einer Tour im Zuge der neuen Scheibe, aber die Konzertdaten auf der Relapse-Homepage sind nicht immer die Zuverlässigsten. Nun begann die Promotionarbeit. Wir versuchten alle, dem Lauten Krach nicht abgeneigten, Kumpels und solche die es werden sollten, zu mobilisieren.
Freiburg wurde kontaktiert, Augsburg auch. Es sollte ein riesen Fest werden.
Am 11.11. war es dann soweit. Aus dem hiesigen Event-Planer entnahmen wir, dass eine der Vorbands den verheißungsvollen Namen „A-Team“ haben sollte. Na, wenn das kein Garant für ne spitzen Party ist! Im Feierwerk angekommen trat leider das ein was wir alle vorher stillschweigend befürchtet hatten. Kaum Punkrockers und noch weniger Hardcore-Kameraden. Die vorherrschende Mehrheit war die langhaarige Metal-Fraktion, sogar welche mit „Dimur Bogir“ T-Shirts. München ist halt fest in Metlerhand. Aber egal. Wir begannen sofort uns diese armen Geister agressiv zu trinken denn die standen nur so rum und versprühten eine furchtbar penetranten Party-Pazifismus. So was geht bei Nasum nicht. Da muss Blut fliesen.
Das „A-Team“ begann und enttäuschte maßlos. Sie spielten eine grässliche Mischung aus Crust-Metal-Hardcore-Punk die nicht für`n Fünferl rockte. Hinzu kam, dass sie den von uns lautstark geforderten, obligatorischen A-Team-Song nicht spielten. Sehr schwach!
Dann waren wir gespannt auf Nasum die nach einer Umbaupause von wenigen Minuten auch gleich aufspielten. Die nette Grindcore-Kapelle aus der Hölle trieb von Anfang an das Tempo in den Mach 2 Bereich obwohl der Sound lausig war. Nach 2 Songs, also nach ca. 1 ½ Minuten brach aber der anfängliche Enthusiasmus zusammen und nur die Hippie-Metler in den ersten 2 Reihen schwangen ihre Häupter im Takt der Trommel. In der Mitte der Halle klaffte ein riesiges Loch wo sich lediglich Unsereiner und 2 Straight-Edge Kickboxer in die Fresse traten. Da musste etwas geschehen. Nach kurzer Teambesprechung gingen wir in den Frontalangriff über und stürmten laut schreiend in die ersten 2 Reihen Headbanger, in der Hoffnung sie damit aus der Reserve zu locken und die Pogerei von neuem aufleben zu lassen. Aber sie blieben eisern. Der Knüppelzirkel auf der Bühne zimmerte währenddessen diverse Monomentalbauten indem sie ein Brett nach dem andern auspackten, inklusive „Inhale,Exhale“ und anderer Hits. Gegen Ende der Veranstaltung versuchte noch der eine Karatetyp so etwas wie Stage Diven, was ihm den Hass der Metler und seinem Freund, der ihn hochhob, ein blaues Auge einbrachte.
Dann war auch Schluss, und abschließend ist zu sagen, dass das Konzert trotz allem ganz lustig war. Lag höchstwahrscheinlich an der Spielfreude und dem Können der Band die unsere Erwartungen voll erfüllt hat. Das Publikum war der letzte Scheiß und wäre besser auf nem Protestantischen Kirchentag aufgehoben gewesen als bei Nasum.
Verdammte Metal-Penner! Die machen aus jedem Konzert mit Druck den reinsten Stammtisch. Na ja, vielleicht finden in der Zukunft noch mehr Leute Gefallen an brachialer Terrormucke die dann auch ma’ n’bisschen Tanzbeinschwingen.
4.7.06 17:11
 


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